Schuldnerberatung

Die Ausgangslage:

Sie haben allgemeine Konsumschulden oder Verbindlichkeiten, die Sie wegen Änderungen der Lebensumstände (z.B. Jobverlust, Scheidung, Krankheit, Kurzarbeit, sonstige Gründe) nicht mehr oder in absehbarer Zeit nicht fristgerecht bezahlen können. Dies hat zur Folge, dass Gläubiger Sie mahnen, Inkassounternehmen einschalten oder bereits gegen Sie vollstrecken (Kontopfändung, Offenlegung Lohnabtretung bei Ihrem Arbeitgeber, Darlehen werden gekündigt und fällig gestellt oder der Gerichtsvollzieher hat sich angekündigt). Möglicherweise haben Sie schon eine eidesstattliche Versicherung bei einem Gerichtsvollzieher abgeben müssen. Es erfolgten Negativeintragungen bei der SCHUFA. Oder Sie haben einfach den Überblick verloren.

Die Lösung:

Mit Einführung der Insolvenzordnung hat es der Gesetzgeber Verbrauchern ermöglicht, sich im Wege eines Verbraucherinsolvenzverfahrens mit anschließender Restschuldbefreiungsphase auf legalem Weg der Verbindlichkeiten zu entledigen. Sollte ohne ein solches Verfahren Ihre Entschuldung nicht mehr zu bewerkstelligen sein, unterstützen wir Sie hierbei gerne. Um überhaupt in ein solches Verfahren zu gehen, ist es erforderlich, dass Sie über eine geeignete Stelle zunächst das Scheitern eines außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuchs mit Ihren Gläubigern nachweisen können. Eine solche geeignete Stelle sind wir.

Gerne sind wir Ihnen bei den außergerichtlichen Verhandlungen mit Ihren Gläubigern und, bei Scheitern der Bemühungen, mit der Einleitung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens behilflich. Auf Wunsch begleiten wir Sie auch im eröffneten Verbraucherinsolvenzverfahren. Im Falle des wahrscheinlichen Scheiterns der außergerichtlichen Schuldenbereinigung (es muss die Zustimmung aller Gläubiger vorliegen) erarbeiten wir mit Ihnen den zu stellenden Verbraucherinsolvenzantrag nebst der erforderlichen Anträge auf Restschuldbefreiung und ggf. Verfahrenskostenstundung, sofern erforderlich.

Die Gestaltungsmöglichkeiten:

In der Vergangenheit dauerte ein Verbraucherinsolvenzverfahren vom Tag der Insolvenzeröffnung an 6 Jahre. Durch die zum 01.07.2014 wirksam gewordene Reform haben sich für den Insolvenzschuldner erhebliche positive Neuerungen ergeben. Die Laufzeit des Regelverfahrens ist noch immer mit 6 Jahren angesetzt. Unter gewissen Voraussetzungen kann jedoch eine Verkürzung auf 5 Jahre bzw. auch auf 3 Jahre erfolgen. Was zunächst den Unternehmen vorbehalten war, nämlich Sanierung über einen Insolvenzplan, ist jetzt auch für Verbraucher nach der Reform möglich. Über die Vorlage eines Insolvenzplans kann auch eine sofortige Schuldenfreiheit herbeigeführt werden. Eine Verkürzung auf 5 Jahre kann erfolgen, wenn während der Laufzeit des Verfahrens zumindest die anfallenden Verfahrenskosten (etwa € 1.500,00) gedeckt sind. Eine Verkürzung auf 3 Jahre kommt in Betracht, wenn neben den Verfahrenskosten mindestens 35 % der angemeldeten Gläubigerforderungen befriedigt werden können. Ein Insolvenzplan ist vor allem interessant, wenn ein Dritter einen Einmalbetrag zur Verfügung stellen kann und die Gläubiger im Falle einer Insolvenzplanannahme besser gestellt wären, als wenn das Verfahren durchlaufen würde.

Wir beraten Sie hier individuell und finden die für Sie beste Lösung.